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Klares Wasser


Küste bei Villasimius



Der Bärenfelsen - Capo d'Orso

Wildpferde - Giara di Gesturi


Hotelanlage



Innenstadt - Cagliari


Treppen zur Grotta di Nettuno - Alghero

Grotta di Nettuno - Alghero

 
 
Arbatax - Villasimius - Cagliari - Calasetta - Giara di Gesturi - Alghero - San Pantaleo
Rundreise durch Sardinien
September/ Oktober 2005 - Petra L., Deutschland

Es war ein alles in allem sehr gelungener Urlaub. Die Insel, die wir ja quasi komplett umrundet haben, hat uns ausnehmend gut gefallen und wir werden sicher wieder hinfahren!
Obwohl wir schon viele Meere kennen, haben wir nirgends so klares Wasser und so viele verschiedene herrliche Blau- und Grüntöne gesehen.


Leider war´s für unseren Geschmack ein wenig kalt zum Baden, so dass wir nur ein einziges Mal (in Villasimius) "richtig" im Wasser waren und daher auch nicht schnorchelten. Dafür war´s wohl einfach schon ein bisschen zu spät im Jahr.....

Aber bis auf zwei Tage war das Wetter meist sonnig und tagsüber so um die 20 – 25 Grad. In der Sonne ohne Wind war´s richtig heiß, wenn der Wind geblasen hat, dafür auch recht zugig.

Was uns einerseits gefreut, andererseits etwas verwundert hat, war, dass Anfang Oktober in den meisten Gegenden quasi schon alles für den Winter eingemottet war, d.h. wir wären z.B. gerne per Boot zur Maddalena-Inselgruppe gefahren, was schlicht nicht möglich war. Nicht dass wir Lust dazu hatten – aber nicht mal ein Tretboot konnten wir finden ;-)

Gerade in den Badeorten war es sogar manchmal fast unmöglich, eine Bar zu finden, die noch geöffnet hatte.

Auf der anderen Seite waren wir z.B. auf der Hochebene Giara di Gesturi stundenlang ganz alleine und haben immer wieder wilde Pferde und halbwilde Schweine getroffen - das war schon klasse!

Und dass wir dann in Porto Cervo vergeblich nach "Reichen und Schönen" Ausschau hielten, hat uns auch nicht arg lange beschäftigt ;-)

Italienische Touristen bekamen wir eigentlich überhaupt nicht zu Gesicht; es waren vor allem Deutsche und Engländer mittleren Alters, die augenscheinlich zum Wandern oder Radfahren da waren.

Das befürchtete hohe Preisniveau hat sich bestätigt - aber teurer als in Deutschland ist´s auch nicht und schließlich muss man auf eine Insel ja fast alles einfliegen. Und dass die Küsten nicht so zubetoniert sind und die Hotels sich meist auf höchstens zwei Stockwerke beschränken und weiß oder pastellfarben gestrichen sind, macht sich schon vorteilhaft bemerkbar.

Nur in der Hochsaison würden wir wohl nicht hinfahren; die großen Parkplätze und die vielen noch nicht abgeräumten Stangen von den Sonnenschirmen lassen befürchten, dass es da schon höllisch voll ist....

Dass wir in Deutschland unsere Unterkünfte vorgebucht haben, hat sich angesichts der im Zimmer jeweils für die Nachsaison angeschlagenen Preise sicherlich gelohnt!

Mit den gebuchten Hotels hat alles super geklappt, das "Arbatasar" in Arbatax ist sehr angenehm und gepflegt und wir haben dort auch sehr gut gegessen. Das "Su Sergenti" in Villasimius hatte auch schöne Zimmer, einen großen Balkon und eine sehr schöne Atmosphäre, schön vor allem die Frühstücksterrasse, auf der man auch morgens schon sitzen konnte. Dort haben wir viel Zeit am Strand verbracht und abends gab´s doch ein paar geöffnete Restaurants und Pizzerien, da glücklicherweise auch einige Einheimische anzutreffen waren.

Auf dem Weg an die Westküste machten wir einen Abstecher nach Cagliari, um mal wieder ein bisschen städtischen Trubel zu genießen, endlich mal ins Cafe zu sitzen und schauen, wer vorbeiflaniert - und ich hab´ mir natürlich gleich ein paar wunderschöne italienische Stiefel gekauft...

Danach waren wir in Calasetta im "Luci del Faro", das total einsam gelegen ist, weshalb wir natürlich froh waren, dass wir Halbpension gebucht hatten - sonst hätten wir ein Problem gehabt, weil Calasetta schon auch die "Gehsteige hochgeklappt hatte". Das Essen war vorzüglich und seeeeehr lecker! Auch die Gestaltung des Hotels ist äußerst gelungen!
Wer Ruhe, Einsamkeit und dennoch Annehmlichkeiten wie feines Essen, angenehmen Service und schönes Ambiente schätzt, wird sich hier auch länger wohlfühlen. Leider mussten wir ja nach 2 Tagen schon wieder weiter.

Nächste Station unseres „Giro di Sardegna“ war Alghero, eine Stadt, in der wir uns auch sehr wohl gefühlt haben; viel "Leben", nette Bars und Restaurants, teure aber ausgezeichnete Meeresfrüchte - und natürlich haben wir die Neptun-Grotte besichtigt, indem wir uns nicht mit dem Boot hinbringen ließen, sondern alle 652 Stufen hinab und wieder hinauf gestiegen sind. Hat sich aber gelohnt und da es einer der beiden nicht so sonnigen Tage war, war´s auch nicht so schlimm ;-)

Das Hotel "Calabona" hat uns von allen besuchten Hotels am wenigsten gefallen - für das teuerste 4-Sterne-Hotel unserer Reise war es einfach ein bisschen älter, heruntergekommener und nicht so schön wie alle vier anderen. Das Restaurant (in dem wir nur gefrühstückt haben) ist im Keller - irgendwie seltsam. Aber unser Zimmer hatte einen super Blick aufs Meer, so dass wir schon auch was genossen haben!

Unser letzter Stop war dann in San Pantaleo das "Rocce Sarde" und das hat uns am allerbesten gefallen. Ein bisschen größer als erwartet, aber die Lage ist absolut spitze, das Essen klasse, die Zimmer, die Atmosphäre, der Service, - alles top! Ohne Auto ist man in der herrlichen Einöde natürlich aufgeschmissen, aber das hatten wir ohnehin die ganze Zeit.

Wir haben uns während unseres Aufenthalts einige Murales, Nuraghen und Ausgrabungen (Nora, Tharros, Antas) angesehen, aber an "Kultur" waren wir am begeistertsten von der Basilika in S Ántioco, die eine völlig unscheinbare Fassade aufweist und drin ist eine schlichte, uralte Kirche mit einer riesigen vorchristlichen Nekropole darunter (Ausdehnung ca. 2 km!) - sehr spannend! Und die Kirche in Tharros ist auch uralt (6. Jahrhundert), total einfach und wunderschön!!!

Unsere Italienisch-Kenntnisse reichen leider grade aus, um gut zu essen. Wir verstehen zwar sehr viel (Latein, Französisch, Spanisch haben wir mal gelernt), aber selbst was zu sagen ist viel zu kompliziert! Und die Menschen, die wir getroffen haben, waren immer sehr herzlich und gesprächig und haben sich so gefreut, wenn wir wenigstens mitgekriegt haben, worum´s geht! Wir haben uns daher vorgenommen: bevor wir wieder nach Italien fahren, wird wenigstens ein bisschen Italienisch-Basis-Wortschatz gelernt!

Tempio di Antas - Fluminimaggiore
 
Kirche San Giovanni di Sinis
  
 
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