Grotta di San Giovanni
Grotta del Bue Marino
Grotta di Nettuno
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Sardiniens Höhlen sind nicht nur aufgrund ihrer
geologischen Vielfalt interessant, sondern auch aufgrund der
in diesen Höhlen entdeckten archäologischen Funde.
Nennenswert sind in diesem Zusammenhang die Höhle „Grotta di
San Michele“ (Ozieri), wo Fundstücke aus der Ozieri-Kultur (3500
– 2800 v. Chr.) entdeckt wurden, sowie die Tropfsteinhöhle „Grotta
Verde“ (Alghero), in welcher menschliche Spuren aus der Jungsteinzeit
nachgewiesen wurden.
Die bekannteste Karsthöhle, in welcher vor 300 Millionen Jahren
bereits der Vorläufer des Riu Sa Duchessa floss, ist die „Grotta
di San Giovanni“ (Domusnovas).
In der Nähe von Cala Gonone befindet sich hingegen die 11 km
lange, fossile Tropfsteinhöhle „Grotta Ispinigoli“. Ihren Namen
verdankt diese Höhle einem 36 m hohen Stützpfeiler, genannt
„i spini goli“ (übersetzt: „der Dorn im Rachen“). Hierbei handelt
es sich um die zweithöchste Tropfsteinsäule der Welt. Diese
Höhle besteht aus Jura-Kalkstein (180-169 Millionen Jahre) und
hat in ihrem Innern einen 35 m tiefen Schlund. Angeblich wurden
von den Puniern hier geschmückte Jungfrauen am Ende von besonderen
Ritualen hinabgestürzt.
In der 5 km langen Tropfsteinhöhle „Grotta del Bue Marino“ am
Golf von Orosei, welche nur vom Meer aus zu erreichen ist, lebte
bis vor wenigen Jahrzehnten noch eine kleine Kolonie Mönchsrobben.
Auch sehr bekannt ist die Tropfsteinhöhle „Grotta di Nettuno“
am Capo Caccia (Alghero). Diese dicht über dem Meeresspiegel
liegende Tropfsteinhöhle kann bei ruhiger See vom Meer aus oder
auch über eine schmale Treppe mit 652 Stufen erreicht werden.
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